St. Jakob bei Wolfach
St. Jakob bei Wolfach

„Vier Männer – vier Schicksale: Kirche stellt sie kalt!“

  • Pater Günther Kames: Er musste die Klause St. Jakob in Wolfach verlassen, nachdem sein Gestellungsvertrag nicht verlängert wurde – ohne dass die Gläubigen oder der Pfarrgemeinderat transparent informiert wurden.

  • Christoph Nobs (Kirchenmusiker in Lahr): Auch er wurde plötzlich „außer Gefecht gesetzt“, ohne dass die Gemeinde klare Gründe oder Erklärungen erhielt.

  • Domkapellmeister Boris Böhmann (Freiburg): Er musste seine Ämter niederlegen, ebenfalls ohne öffentliche Information der Kirche zu Hintergründen und Ursachen.

  • Pfarrer Matthias Koffler (Baden-Baden): Er hielt eine gereimte Predigt, in der er Kritik an der Kirchenreform 2030 übte und eine namentlich nicht genannte Person ("Madame wichtig") aus der Gemeinde, die sich als Moralistin aufspiele. Das Erzbistum zog Kofler von seiner bisherigen Aufgabe ab, ohne den genauen Grund (über die Predigt hinaus) gegenüber der Gemeinde und den Gremien offen zu kommunizieren.

 

- Das, was die VIER verbindet, ist im Kern tatsächlich ein gemeinsames Erlebnis mit der Institution Kirche -

 

👉 Das gemeinsame Erlebnis der VIER:
Sie alle wurden von heute auf morgen von der Kirche ihres Amtes enthoben bzw. ihrer Tätigkeit beraubt, ohne dass die Gemeinden, Gläubigen oder Gremien offen über die Gründe informiert wurden. Für die Betroffenen wie auch für die Gemeinschaften, in denen sie wirkten, blieb eine Atmosphäre von Verunsicherung, Verletzung und fehlender Transparenz zurück.

 

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Wer ist Pater Günther Kames?

  • Er gehört zum Orden der Missionsoblaten (OMI).

  • Gebürtig aus Mönchengladbach.

  • Er kam Ende 2022 nach Wolfach in die Eremitage St. Jakob als Klausner (Einsiedler), mit Auftrag und Verantwortlichkeiten im Bereich der Kapelle und Klause St. Jakob.


Wirkung in St. Jakob, Wolfach

Pater Günther hat in St. Jakob eine Reihe von Wirkungen entfaltet, die über das rein liturgisch-seelsorgerische hinausgehen:

  1. Ort der Einkehr und Pilgerstation:

    • Die Klause mit der Kapelle St. Jakob bietet Raum für Stille, Gebet, Einkehr. Viele Menschen (Wanderer, Pilger) suchen diesen Ort auf, auch zur Übernachtung.

    • Es gibt eine Ferienwohnung, die rege genutzt wird, auch von Pilgern und Besuchern, die Ruhe suchen.

  2. Belebung, Öffnung und Gemeinschaftsangebote:

    • Mit dem „Jakobitreff“ hat Pater Günther eine Veranstaltungsreihe ins Leben gerufen, um Kapelle und Klause stärker in das Gemeindeleben einzubinden. Musik, Gespräche, Geschichten, Andachten etc. sollen Menschen unterschiedlicher Herkunft und ohne formale Bindung erreichen.

    • Er hat intensive Kontakte zur Bevölkerung aufgebaut, ist nicht bloß Eremit, der sich zurückzieht, sondern zugänglich, dialogfreudig. „Er kann gut mit Menschen umgehen“, heißt es in einem Bericht.

  3. Kulturelle und geschichtliche Arbeit:

    • Pater Günther hat das Buch „Erlebtes und Erlauschtes rund um St. Jakob“ initiiert / herausgegeben, mit zahlreichen Mitautoren, in dem Geschichten rund um St. Jakob, Erlebnisse und die Verbundenheit vieler mit diesem Ort dokumentiert werden.

    • Er war beteiligt an der Pflege und Modernisierung der Infrastruktur: z. B. Erneuerung von Inventar (z. B. Küchenutensilien in der Ferienwohnung), Malerarbeiten, neue Heizung im Mesnerhaus etc.

  4. Spirituelle Führungsrolle und Liturgie:

    • Er feierte das Jakobusfest (z. B. in St. Jakob) mit Predigten, die Themen wie Toleranz, Geduld, Vertrauen aufgriffen.

    • Auch in anderen Gottesdiensten in der Seelsorgeeinheit wurde er aktiv: Fronleichnam, Sternsinger-Aussendungen etc.

  5. Kontroversen und Konflikte:

    • Es gab Kritik und Diskussionen, insbesondere um den Umgang mit Spenden (z. B. Kollekte aus Montagsmessen), deren Weitergabe und Nutzung.

    • Sein Gestellungsvertrag als Kooperator in St. Jakob wurde zum 14. April 2025 nicht verlängert.

    • Einige Gemeindemitglieder vermissen einen würdevollen oder öffentlichen Abschied; es gibt Kritik, wie mit ihm umgegangen worden sei.

  6. Persönlichkeit und Geistliches Profil:

    • Trotz seiner Einsiedler-Lebensweise ist er kein „Eigenbrötler“; er öffnet sich, bleibt präsent, lädt ein.

    • Er sieht diese Aufgabe als Geschenk, als „Stille“ und Einkehr möglich zu machen; als Raum auch für Begegnung.

 


Für Bruder Otto wurde Wolfach letzte Station eines bewegten Lebens

 

Wolfach und die St.-Jakob-Kapelle waren das erklärte Traumziel von Jürgen Otto Stahl – besser bekannt schlicht als Bruder Otto. Jetzt wird die Stadt an Wolf und Kinzig Bruder Ottos letzte Ruhestätte:

Der umtriebige Helfer ist mit 63 Jahren gestorben.

Quelle: Offenburger Tageblatt

 

Burder Otto´s Homepage ist immer noch aktiv:

https://bruder-otto.jimdofree.com/

 

Hier können sie den 30 Minuten Film in der ARD-Mediathek vom SWR über Bruder Otto anzuschauen.

Die Kapelle St. Jakob in Wolfach liegt am Ende der Etappe 2 auf dem "Originalen Kinzigtäler Jakobusweg".