1. Termin: 1. Oktober 2019, 19.30 Uhr

„Die Seele geht am liebsten zu Fuß“,

 

führt von Hausach über das Landwassereck nach Freiburg und Thann im Elsaß, weiter durch die Franche-Comté und das Burgund nach Vézelay. Dort beginnt einer der vier großen mittelalterlichen Hauptwege durch Frankreich, die Via Lemovicensis, die durch das Limousin nach Aquetanien verläuft, und letztendlich nach St. Jean-de-Pied-de-Port führt.   

 


2. Termin: 15. Oktober, 19.30 Uhr

Camino del Norte – Der älteste Jakobusweg“

 

Die Urvariante des spanischen Pilgerweges ist unvergleichlich schön! Unberührte Küstenlandschaften, so wie der Atlantik sie in Jahrmillionen geschliffen hat, wechseln sich ab mit über und über grünen Wald- und Bergkulissen. Pilgerströme gibt es hier noch nicht. Ab Ribadeo führt der Weg nach Norden durch Galicien, trifft auf den Camino Francès, den bekannten Camino nach Santiago. Endpunkt und nochmals ein besonderer emotionaler Höhepunkt ist Muxia an der Costa da Morte mit dem Heiligtum Nosa Señora da Barca.

 

Von der Haustüre nach Santiago und Muxia

 

Vor 15 Jahren sammelten Beate und Manfred Schoch auf dem Oberschwäbischen Jakobusweg von Ulm nach Konstanz ihre ersten Pilgererfahrungen. In der Zwischenzeit sind es über 7000 km, die das Ehepaar auf unterschiedlichen Jakobuswegen, der Via Regia, dem Bonifatiusweg sowie dem Franziskusweg zurückgelegt hat. Nein, kein Bazillus, keine Sucht. Ernesto, Herbergsvater am Camino del Norte, nennt das Unterwegssein, die „Universität des Lebens“, keine Urlaubsreise, kein Konsumieren, kein Durchhängen, sondern eine höchst individuelle Angelegenheit, die Mut und Ausdauer bedarf; eine intensive Zeit des Lernens, des Erfahrens. „Wie es wirklich ist, einen Camino zu gehen, weiß ich erst, wenn ich es getan habe.“

 

Den Wunsch, den Camino nach Santiago an der Haustüre zu beginnen, wie es für die Pilger in den vergangenen Jahrhunderten selbstverständlich war, haben sich Beate und Manfred Schoch zwischenzeitlich erfüllt.

 

An zwei Vortragsabenden im Hausacher Pfarrheim St. Mauritius möchten sie Interessierte an dem knapp 2 500 km langen Weg teilhaben lassen.

 

Beate und Manfred Schoch freuen sich auf Ihren Besuch.

Die Spenden erhalten wie immer das
„Mai Tâm – House of Hope“ und das 

„Naza-Hospiz“ in Ho-Chi-Minh-City in Vietnam.

 


ruppenbild nach dem Vortrag von Beate und Manfred Schoch:
Von der Haustüre nach Santiago / Muxia
2. Teil: Der älteste Jakobusweg

Beeindruckender Vortrag über den Camino del Norte

 

Beate und Manfred Schoch präsentierten im Kath. Pfarrheim in Hausach die Urvariante aller Jakobuswege, den Pilgerweg an der nordspanischen Atlantikküste. Über 110 Zuhörer von Schutterwald bis Horb erlebten einen außergewöhnlichen Abend. Breit gefächert die Interessen des Publikums. Eine stattliche Anzahl der Anwesenden war diesen Weg bereits selbst gegangen, viele persönliche Erinnerungen könnten so wieder wachgerufen werden. Nicht wenige tragen sich mit dem Gedanken, diesen Camino zu gehen, hofften auf einen Motivationsschub. Die dritte Gruppe kam mit der Erwartung, den über 900 km langen Pilgerweg,  informativ und authentisch miterleben zu können.

 

Die Referenten haben mit ihrem Vortrag wohl alle erreicht.

Beeindruckend die Präsentation der Espana Verde, des Grünen Spaniens, 600 km Atlantikküste im Norden und das ausgedehnte Bergland sowie die Picos de Europa im Süden; daran anschließend der 300 km lang Weg ins galicische Landesinnere nach Santiago de Compostela und an die Costa da Morte zum Marienheiligtum in Muxia. Immer wieder durften Beate und Manfred Schoch bei regionalen Veranstaltungen die Lebensfreude der Einheimischen in vollen Zügen genießen. Freude über jedes freundliche „Hola“, auch von den Sonnenanbetern am Strand,  und über herzliche Gastfreundschaft entlang des Weges.

 

Bereichernde und berührende Begegnungen mit Pilgern.  Ein Ehepaar ermöglicht dem krebskranken Freund, der sich über eine Magensonde ernährt, seinen Traum zu  realisieren. Emotional die Ankunft in Santiago, für das Pilgerpaar auch beim dritten Mal eine Achterbahn der Gefühle: Dankbar das  Ziel gesund erreicht zu haben, aber auch Traurigkeit, dass der Weg zu Ende ist. Wo auf der Welt gibt es einen Platz, an dem sich so viele Menschen voller Freude und Emotionen begegnen wie auf der Plaza de Obradoiro vor der Kathedrale?

 

Zum Abschluss des Vortrags berichteten Beate und Manfred Schoch über die von ihnen unterstützten Projekte, Mai Tâm, das Naza-Hospiz und Gary-Shelter in Saigon/Vietnam, wo die Spenden zu 100% ankommen und wertvolle Hilfe leisten.

 

Dem gelungenen Vortrag zollten die Anwesenden einen lang anhaltenden Applaus.

 


Quelle: www.bo.de
Quelle: www.bo.de